Nach dem Brand des Vorgängerbaus – wahrscheinlich ein Gebäude aus dem Spätmittelalter oder jünger – im Jahr 1858 liess der Kanton Bern 1859 die grosse scheune als neues Scheunen und Stallgebäude errichten. 1909 wurde parallel zum First eine Hocheinfahrt angelegt. Die dadurch veränderten Dimensionen des Gebäudes erforderten gravierende Eingriffe am bestehenden Bau. So wurde der alte Dachstuhl abgetragen und durch einen asymmetrischen Dachstuhl mit Hängestrebewerk ersetzt. Das traufseitige Obergeschoss erhielt neu feingliedrige Einwände (Bretterwand mit horizontalen Spalten für die Belüftung von Heubühnen).
Entsprechend prägen vor allem zwei Bauphasen den heutigen Bau: Das dreiviertelwalmdach und die Einwände stammen aus dem Jahr 1909, während das Mauerwerk der Giebel- und Traufseiten, gefügt aus grossformatigen Sandsteinquadern, zum ursprünglichen Bau von 1859 gehört. Die Fassade im Erdgeschoss der Traufseite zeigt eine symmetrische, klassizistische Gliederung. Die hohe Tenne wird von zwei tiefen Räumen flankiert. Bedingt durch diese unterschiedlichen Raumhöhen weist auch das Bühnengeschoss verschieden hohe Zonen auf, die nach 1909 erfolgten Veränderungen am Bau sind weniger tiefgreifend.