Den Kern des Gebäudekomplexes bildet das Steinhaus, das die Deutschordensritter zwischen 1226 und 1245 erbauen liesse. Bereits 1261/65 entstand angrenzend an diesen ersten Bau das viergeschossige Ritterhaus. Den neuen saalgeschossbau nutzten die Ritterbrüder als Wohnhaus. Das Steinhaus diente ihnen als Küchenbau, umschlossen wurde die Anlage von einer Ringmauer, im 14. Jahrhundert entstand zwischen Ringmauer und Ritterhaus der Südwesttrakt, nach einem Brand 1395 musste der Küchenbau erneuert werden, gleichzeitig wurde zwischen Steinhaus und Ringmauer der Nordwesttrakt errichtet.
Tiefgreifende bauliche eingriffe der letzten drei Jahrhunderte prägen den heutigen Bau. Vor der Veräusserung der kommende 1729 an Bern liess der deutsche Orden das Ritterhaus mit einem Vollwalmdach, einer regelmässigen befensterung und einer barocken Treppe versehen. Beschwerden der Berner Landvögte über den Zustand der Räumlichkeiten führten 1785 bis 1788 zum Umbau im Innern. Um den Bedürfnissen der späteren Nutzer, also der Heim- und Anstaltsbetriebe, architektonisch gerecht zu werden, wurde 1875/76 das heutige Treppenhaus eingebaut; 1897 stockte man das erste Steinhaus auf. Bei der jüngsten Restaurierung 1996 bis 2005 konnten einzelne Räume wieder hergestellt werden.
Das Schloss wird heute als Kirchgemeindehaus genutzt und beherbergt die Büroräumlichkeiten der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde. Der Ritterkeller dient als Veranstaltungslokal.