Schloss Köniz ist ein Ort der Begegnung, der Menschen zusammenbringt – über Generationen und Interessen hinweg, Stadt und Land verbindend.

Herzlich willkommen im schloss köniz

Schloss Köniz bringt Menschen zusammen – über Generationen, Interessen und Lebenswelten hinweg. Damit dieser Ort seine kulturelle, soziale und gesellschaftliche Wirkung weiter entfalten kann, braucht er Menschen und Institutionen, die ihn mittragen.

Mehr Freude, mehr Wirkung
Wir sind ein Ort der Begegnung, der Menschen zusammenbringt – über Generationen und Interessen hinweg, Stadt und Land verbindend.

Mehr Alltag, mehr Leben
Zusammen feiern, musizieren oder einfach dabei sein – Schloss Köniz stärkt das freudvolle Miteinander.

Mehr Nähe, mehr Miteinander
Hier entsteht Gemeinschaft – durch Musik, Bildung, Austausch oder ein gutes Gespräch zu Tisch.

Mehr Austausch, mehr Impulse:
Auf Schloss Köniz wird getafelt, aber auch entwickelt und vernetzt – mit Wirkung über die Region hinaus.

Geschichte

SANIEREN, ERSCHLIESSEN, GESTALTEN

Damit Schloss Köniz sein Potenzial entfalten kann, braucht es eine umfassende bauliche Erneuerung. Mehrere Gebäudeteile sind sanierungsbedürftig oder nicht ganzjährig nutzbar – wertvoller Raum, der heute fehlt.

Geplant ist eine schrittweise Instandstellung: historische Substanz wird gesichert, ungenutzte Trakte werden erschlossen, Räume für Veranstaltungen, Bildung und Austausch modernisiert. Die Investitionen dafür sind beträchtlich. Öffentliche Mittel allein genügen nicht – gefragt ist auch private Unterstützung durch engagierte Menschen, Unternehmen und Stiftungen.

Haberhuus

Über die Baugeschichte des Haberhauses ist nur wenig bekannt, da bisher noch keine bauarchäologischen Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Es ist aber davon auszugehen, dass es als ältestes Gebäude des Wirtschaftshofs eine komplexe Baugeschichte birgt.

Erbaut wurde das Haberhaus im 14, Jahrhundert. Der langgestreckte, dreigeschossige Riegbau wird rückseitig durch die alte Ringmauer abgeschlossen. Den heutigen Bau prägen im Wesentlichen Umbauten der letzten drei Jahrhunderte. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Wirtschaftsgebäude erheblich verändert und 1724 – zeitgleich mit dem Bau des Kornhauses – erhielt es sein heutiges Dach. Sein äusseres Erscheinungsbild wurde bei den zwischen 1920 und 1940 ausgeführten Umbauten nach dem Vorbild des Heimatstils gestaltet.

Die sozialen Einrichtungen – die Heime und Anstalten – haben die Obergeschosse des Haberhauses für die Unterbringung ihrer Bewohnerinnen genutzt. Die kleinen Kammern in der linken Gebäudehälfte dienen heute der Musikschule Köniz als Unterrichtszimmer. Der rechte Gebäudeteil beherbergt in den Obergeschossen das Schulmuseum Bern. Das Erdgeschoss wird als Restaurant genutzt.

Chornhuus

Das stattliche Kornhaus, errichtet 1724, ersetzte einen kleineren Vorgängerbau. Es entstand im Zuge grösserer Umbauten, welche die Deutschritter in den Jahren vor dem Verkauf der Kommende an den Staat Bern 1729 vornahmen.

Die Nordfassade des dreigeschossigen Riegbaus beeindruckt mit einer doppelläufigen, dem Baukörper vorgelagerten und gedeckten Sandsteintreppe, die von einer turmartigen Lukarne bekrönt wird. Ein mächtiges Mansarddach mit Krüppelwalm bildet den Abschluss des elfachsigen, regelmässig befensterten Ökonomiegebäudes. Unter dem Dach erstreckt sich ein weiter, offener Raum, der den Blick auf den liegenden Dachstuhl freigibt.

Das erste Obergeschoss war ursprünglich nicht gegliedert. 1885 wurde der Westteil des Kornhauses zur Wohnung für den Pächter des Gutsbetriebes ausgebaut. Heute befinden sich im ersten Obergeschoss dieses teils die Büroräumlichkeiten des Vereins Kulturhof Schloss Köniz, im Erdgeschoss wird das ehemalige Esszimmer der Pächterfamilie als Zeremonie-Lokal genutzt, das gesamte Erdgeschoss im westteil wird regelmässig mit Ausstellungen bespielt. Im mittel- und ostteil des ökonomiebaus ist auf Erdgeschossniveau die ursprüngliche Halle noch sichtbar, der hohe Raum, der durch massive stützen in drei schiffe unterteilt ist, bietet im Mittelteil Platz für Veranstaltungen.

Rossstall

Der Rossstall folgte auf ein Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Beim Vorgängerbau, welcher um 1850 abgerissen wurde, handelte es sich vermutlich um einen Fachwerkbau mit Stallungen für Kleintiere. Der etwas kürzere und tiefere Rossstall wies eine einfache Raumeinteilung auf: entlang eines zentralen Futtergangs waren Stallungen mit je sechs Pferdeboxen angeordnet.

Im 20. Jahrhundert veränderten Betonanbauten und das Ersetzen von Backsteinmauern den Bau. 2008 übernahm der Verein Rossstall das Gebäude, das zuletzt nur noch als Lagerraum genutzt worden war, von der Einwohnergemeinde Köniz im Baurecht und sanierte es. Im Rahmen der Sanierung 2008/09 konnte dank archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen die Baugeschichte der abgebrochenen Ringmauer rekonstruiert werden. Denn der Rossstall war unmittelbar an die mittelalterliche Ringmauer gebaut worden, sodass mit der Rückfassade des Gebäudes ein Teilstück von ihr bis heute erhalten ist.

Der Rossstall ist heute Lokalität für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe.