Schloss Köniz ist heute ein lebendiges Ensemble für Kultur, Begegnung, Bildung und Austausch. Mit der Stiftung Schloss Köniz werden die Verantwortung für den historischen Ort und die kulturellen, bildenden und gesellschaftlichen Aktivitäten unter einem Dach gebündelt.

EIN ORT DER BEGEGNUNG

Schloss Köniz ist kein Schloss im klassischen Sinn – kein Prunkbau, sondern ein offenes Ensemble mit klösterlichen Wurzeln. Seit Jahrhunderten wird es gemeinschaftlich genutzt: als Raum für Musik, Bildung, Gespräche, Feiern – und für neue Ideen.

Heute vereint das Areal Kultur, Musikschule, Schulmuseum, Kirche, Gastronomie, vielfältige Veranstaltungsräume und einen weitläufigen Schlosspark. Es ist ein lebendiger Ort, an dem Menschen zusammenkommen, über Generationen und Interessen hinweg, Stadt und Land verbindend.

Hier entsteht Gemeinschaft: am Tisch, auf der Bühne, im Gespräch – getragen von vielen, offen für alle.

Kultur ermöglichen

Schloss Köniz ist ein lebendiger Ort für Kultur. Konzerte, Theater, Literatur und weitere Formate schaffen Begegnungen zwischen Publikum, Kulturschaffenden und gesellschaftlichen Themen.

Die Stiftung Schloss Köniz stärkt das Areal als offene Bühne für Köniz und die Region. Kultur wird hier nicht nur gezeigt, sondern ermöglicht: als gemeinsames Erlebnis, als Zugang zu neuen Perspektiven und als Beitrag zum gesellschaftlichen Austausch.

Bildung und Vermittlung

Bildung prägt das Schlossareal. Die Musikschule bringt tagsüber Musik und Bewegung in die historischen Räume. Das Schulmuseum Bern verknüpft die Geschichte der Bildung mit Fragen der Gegenwart und lädt Besucherinnen und Besucher zum Entdecken ein.

Auch die Kirche gehört zum Ensemble – als Raum für Stille ebenso wie für feierliche Rituale. So entsteht ein Ort, der Wissen, Geschichte, Kultur und Gemeinschaft auf eigene Weise verbindet.

Gastlichkeit und Begegnung

Gemeinschaft entsteht oft am Tisch. Die Gastlichkeit im Schloss Köniz bringt Menschen zusammen – spontan, ungezwungen und offen. Ob bei einem Kaffee im Alltag, im Gespräch nach einer Veranstaltung oder beim gemeinsamen Essen.

Die Gastronomie unterstützt damit die kulturelle und gesellschaftliche Wirkung des Ortes. Sie ist Teil eines offenen Ensembles, das Menschen zum Verweilen, Austauschen und Zusammenkommen einlädt.

Räume für Austausch

Schloss Köniz ist offen für Menschen, die etwas teilen, entwickeln oder gemeinsam gestalten wollen. Die Räume des Ensembles bieten Platz für öffentliche und geschlossene Anlässe, für Begegnungen zwischen Generationen, für Zusammenarbeit und für gemeinschaftliches Erleben.

So wird Schloss Köniz zu einem Ort, der Gemeinschaft ermöglicht und Menschen ermutigt, miteinander in Austausch zu treten.

Das Ensemble Schloss Köniz

Schon früh war das Ensemble Schloss Köniz ein Ort gemeinschaftlicher Nutzung: öffentlich, bodenständig und zugänglich. Diese Geschichte prägt seine heutige Identität – als Ort, der Raum bietet für Begegnung, Austausch, Ideen und gemeinsame Verantwortung. Als historischer Ort mit Blick in die Zukunft verbindet Schloss Köniz seine gewachsene Bedeutung mit neuen Formen des Miteinanders. Sorgfältig gestaltet und breit getragen, bleibt das Ensemble ein offener Ort für Köniz und die Region.

Chornhuus


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Haberhuus


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Ritterhuus

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Schlossschüür

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Schrynerey

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Impressionen

Haberhuus

Über die Baugeschichte des Haberhauses ist nur wenig bekannt, da bisher noch keine bauarchäologischen Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Es ist aber davon auszugehen, dass es als ältestes Gebäude des Wirtschaftshofs eine komplexe Baugeschichte birgt.

Erbaut wurde das Haberhaus im 14, Jahrhundert. Der langgestreckte, dreigeschossige Riegbau wird rückseitig durch die alte Ringmauer abgeschlossen. Den heutigen Bau prägen im Wesentlichen Umbauten der letzten drei Jahrhunderte. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Wirtschaftsgebäude erheblich verändert und 1724 – zeitgleich mit dem Bau des Kornhauses – erhielt es sein heutiges Dach. Sein äusseres Erscheinungsbild wurde bei den zwischen 1920 und 1940 ausgeführten Umbauten nach dem Vorbild des Heimatstils gestaltet.

Die sozialen Einrichtungen – die Heime und Anstalten – haben die Obergeschosse des Haberhauses für die Unterbringung ihrer Bewohnerinnen genutzt. Die kleinen Kammern in der linken Gebäudehälfte dienen heute der Musikschule Köniz als Unterrichtszimmer. Der rechte Gebäudeteil beherbergt in den Obergeschossen das Schulmuseum Bern. Das Erdgeschoss wird als Restaurant genutzt.

Chornhuus

Das stattliche Kornhaus, errichtet 1724, ersetzte einen kleineren Vorgängerbau. Es entstand im Zuge grösserer Umbauten, welche die Deutschritter in den Jahren vor dem Verkauf der Kommende an den Staat Bern 1729 vornahmen.

Die Nordfassade des dreigeschossigen Riegbaus beeindruckt mit einer doppelläufigen, dem Baukörper vorgelagerten und gedeckten Sandsteintreppe, die von einer turmartigen Lukarne bekrönt wird. Ein mächtiges Mansarddach mit Krüppelwalm bildet den Abschluss des elfachsigen, regelmässig befensterten Ökonomiegebäudes. Unter dem Dach erstreckt sich ein weiter, offener Raum, der den Blick auf den liegenden Dachstuhl freigibt.

Das erste Obergeschoss war ursprünglich nicht gegliedert. 1885 wurde der Westteil des Kornhauses zur Wohnung für den Pächter des Gutsbetriebes ausgebaut. Heute befinden sich im ersten Obergeschoss dieses teils die Büroräumlichkeiten des Vereins Kulturhof Schloss Köniz, im Erdgeschoss wird das ehemalige Esszimmer der Pächterfamilie als Zeremonie-Lokal genutzt, das gesamte Erdgeschoss im westteil wird regelmässig mit Ausstellungen bespielt. Im mittel- und ostteil des ökonomiebaus ist auf Erdgeschossniveau die ursprüngliche Halle noch sichtbar, der hohe Raum, der durch massive stützen in drei schiffe unterteilt ist, bietet im Mittelteil Platz für Veranstaltungen.

Rossstall

Der Rossstall folgte auf ein Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Beim Vorgängerbau, welcher um 1850 abgerissen wurde, handelte es sich vermutlich um einen Fachwerkbau mit Stallungen für Kleintiere. Der etwas kürzere und tiefere Rossstall wies eine einfache Raumeinteilung auf: entlang eines zentralen Futtergangs waren Stallungen mit je sechs Pferdeboxen angeordnet.

Im 20. Jahrhundert veränderten Betonanbauten und das Ersetzen von Backsteinmauern den Bau. 2008 übernahm der Verein Rossstall das Gebäude, das zuletzt nur noch als Lagerraum genutzt worden war, von der Einwohnergemeinde Köniz im Baurecht und sanierte es. Im Rahmen der Sanierung 2008/09 konnte dank archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen die Baugeschichte der abgebrochenen Ringmauer rekonstruiert werden. Denn der Rossstall war unmittelbar an die mittelalterliche Ringmauer gebaut worden, sodass mit der Rückfassade des Gebäudes ein Teilstück von ihr bis heute erhalten ist.

Der Rossstall ist heute Lokalität für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe.