Die Besitzer wechseln,
die Bestimmung bleibt

Bereits vor tausend Jahren gaben die Augustinerchorherren dem heutigen Gebäudeensemble sein Aussehen. Vom damaligen Stiftsgebäude über die Landvogtei bis zum heutigen Kulturlokal – das Schloss Köniz hat seit tauend Jahren die Tore für jedermann geöffnet und das soll auch in den nächsten 1000 Jahren so bleiben.

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Weitere angebote

Kita

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Schlossgarten

Ein sinnvolles Freizeit- und Beschäftigungsangebot mit Lerneffekt für alle Beteiligten. Viel wächst im wunderschönen historischen Schlossgarten Köniz, der gemeinschaftlich gepflegt wird.

 

Mitmachen können alle, die sich für Garten und Genuss interessieren: KlimaschützerInnen und Migrantinnen, Pensionierte und Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, Gastronomen und Familien.

Wöschhus Kafi

Geniessen Sie eine gemütliche Auszeit bei Kaffee und Gebäck oder nutzen Sie unseren Co-Workingspace. 


Knüpfen Sie neue Kontakte und tauschen Sie sich mit anderen aus.


Das Wöschhuus ist ein unkomplizierter Begegnungsort ohne Konsumzwang. Kinder, Familien, ältere Menschen und alle, die eine entspannte Atmosphäre schätzen, sind herzlich willkommen bei uns.

Impressionen

Geschichte

Kirchgemeinde

Kaum ein anderes Schloss, bei dem die Kirche so fest integrierter Bestandteil des Ensembles ist, wie in Köniz. Das hängt mit den historischen Ursprüngen zusammen. Von damals bis heute verbindet das Schloss Köniz ein hoher Grad an sozialen Aktivitäten. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Dafür sorgen die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Köniz, sowie verschiedene soziokulturelle Angebote. Historisch gewachsen, tief verwurzelt und doch so frei wie die Vögel, welche über dem Schloss ihre Flügel ausbreiten.

Haberhuus

Über die Baugeschichte des Haberhauses ist nur wenig bekannt, da bisher noch keine bauarchäologischen Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Es ist aber davon auszugehen, dass es als ältestes Gebäude des Wirtschaftshofs eine komplexe Baugeschichte birgt.

Erbaut wurde das Haberhaus im 14, Jahrhundert. Der langgestreckte, dreigeschossige Riegbau wird rückseitig durch die alte Ringmauer abgeschlossen. Den heutigen Bau prägen im Wesentlichen Umbauten der letzten drei Jahrhunderte. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Wirtschaftsgebäude erheblich verändert und 1724 – zeitgleich mit dem Bau des Kornhauses – erhielt es sein heutiges Dach. Sein äusseres Erscheinungsbild wurde bei den zwischen 1920 und 1940 ausgeführten Umbauten nach dem Vorbild des Heimatstils gestaltet.

Die sozialen Einrichtungen – die Heime und Anstalten – haben die Obergeschosse des Haberhauses für die Unterbringung ihrer Bewohnerinnen genutzt. Die kleinen Kammern in der linken Gebäudehälfte dienen heute der Musikschule Köniz als Unterrichtszimmer. Der rechte Gebäudeteil beherbergt in den Obergeschossen das Schulmuseum Bern. Das Erdgeschoss wird als Restaurant genutzt.

Chornhuus

Das stattliche Kornhaus, errichtet 1724, ersetzte einen kleineren Vorgängerbau. Es entstand im Zuge grösserer Umbauten, welche die Deutschritter in den Jahren vor dem Verkauf der Kommende an den Staat Bern 1729 vornahmen.

Die Nordfassade des dreigeschossigen Riegbaus beeindruckt mit einer doppelläufigen, dem Baukörper vorgelagerten und gedeckten Sandsteintreppe, die von einer turmartigen Lukarne bekrönt wird. Ein mächtiges Mansarddach mit Krüppelwalm bildet den Abschluss des elfachsigen, regelmässig befensterten Ökonomiegebäudes. Unter dem Dach erstreckt sich ein weiter, offener Raum, der den Blick auf den liegenden Dachstuhl freigibt.

Das erste Obergeschoss war ursprünglich nicht gegliedert. 1885 wurde der Westteil des Kornhauses zur Wohnung für den Pächter des Gutsbetriebes ausgebaut. Heute befinden sich im ersten Obergeschoss dieses teils die Büroräumlichkeiten des Vereins Kulturhof Schloss Köniz, im Erdgeschoss wird das ehemalige Esszimmer der Pächterfamilie als Zeremonie-Lokal genutzt, das gesamte Erdgeschoss im westteil wird regelmässig mit Ausstellungen bespielt. Im mittel- und ostteil des ökonomiebaus ist auf Erdgeschossniveau die ursprüngliche Halle noch sichtbar, der hohe Raum, der durch massive stützen in drei schiffe unterteilt ist, bietet im Mittelteil Platz für Veranstaltungen.

Rossstall

Der Rossstall folgte auf ein Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Beim Vorgängerbau, welcher um 1850 abgerissen wurde, handelte es sich vermutlich um einen Fachwerkbau mit Stallungen für Kleintiere. Der etwas kürzere und tiefere Rossstall wies eine einfache Raumeinteilung auf: entlang eines zentralen Futtergangs waren Stallungen mit je sechs Pferdeboxen angeordnet.

Im 20. Jahrhundert veränderten Betonanbauten und das Ersetzen von Backsteinmauern den Bau. 2008 übernahm der Verein Rossstall das Gebäude, das zuletzt nur noch als Lagerraum genutzt worden war, von der Einwohnergemeinde Köniz im Baurecht und sanierte es. Im Rahmen der Sanierung 2008/09 konnte dank archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen die Baugeschichte der abgebrochenen Ringmauer rekonstruiert werden. Denn der Rossstall war unmittelbar an die mittelalterliche Ringmauer gebaut worden, sodass mit der Rückfassade des Gebäudes ein Teilstück von ihr bis heute erhalten ist.

Der Rossstall ist heute Lokalität für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe.