ÜBER UNS

Damit Schloss Köniz sein Potenzial entfalten kann, braucht es eine umfassende bauliche Erneuerung. Mehrere Gebäudeteile sind sanierungsbedürftig oder nicht ganzjährig nutzbar – wertvoller Raum, der heute fehlt.

Geplant ist eine schrittweise Instandstellung: historische Substanz wird gesichert, ungenutzte Trakte werden erschlossen, Räume für Veranstaltungen, Bildung und Austausch modernisiert. Die Investitionen dafür sind beträchtlich. Öffentliche Mittel allein genügen nicht – gefragt ist auch private Unterstützung durch engagierte Menschen, Unternehmen und Stiftungen.

Ein Modell für morgen

Mit der Gründung der Stiftung Schloss Köniz beginnt ein neues Kapitel: Das Areal wird als Ort des gemeinsamen Wirkens weiterentwickelt – lokal verankert, mit Wirkung über die Region hinaus.

Die Stiftung verfolgt das Ziel, das Schloss langfristig als Ort der Begegnung, Bildung und Kultur zu sichern. Sie schafft Raum für Eigeninitiative und setzt gezielt Impulse für eine offene, vielfältige Gesellschaft.

Dabei baut sie auf das, was heute schon gelebt wird – und sichert die Grundlage für das, was künftig möglich werden soll.

Ein Ort der Begegnung

Schloss Köniz ist kein Schloss im klassischen Sinn – kein Prunkbau, sondern ein offenes Ensemble mit klösterlichen Wurzeln. Seit Jahrhunderten wird es gemeinschaftlich genutzt: als Raum für Musik, Bildung, Gespräche, Feiern – und für neue Ideen.

Heute vereint das Areal Kulturhof, Musikschule, Schulmuseum, Kirche, Gastronomie, vielfältige Veranstaltungsräume und einen weitläufigen Schlosspark. Es ist ein lebendiger Ort, an dem Menschen zusammenkommen, über Generationen und Interessen hinweg, Stadt und Land verbindend.

Hier entsteht Gemeinschaft: am Tisch, auf der Bühne, im Gespräch – getragen von vielen, offen für alle.

Zahlen und Fakten

  • Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung
  • Lebendiger Treffpunkt für Menschen aller Generationen: Kulturelles Herz der Gemeinde Köniz
  • Schlossensemble mit rund 1000 Jahren Geschichte
  • Der Gebäudekomplex besteht aus fünf Hauptgebäuden und einem weitläufigen Schlosspark auf über 10‘000 m² Fläche
  • Heutige Nutzung durch Kulturhof, Musikschule,
    Schulmuseum und Kirche
  • Gesamtkosten geschätzt auf CHF 15–25 Mio.
  • Geplante Etappierung der Sanierung über mehrere Jahre
  • Erste Sanierungsschritte (Ritterhhuus) werden durch die Gemeinde ermöglicht mit einer Beteiligung über CHF 3,5 Mio.
  • Stiftung Schloss Köniz gegründet 2025 als
    gemeinnützige Trägerstruktur
  • Gemeinwohlorientierter Betrieb mit Fokus auf
    Eigenwirtschaftlichkeit statt Gewinnorientierung
  • Gesamtes Ensemble bleibt öffentlich zugänglich
    und vielfältig nutzbar

schloss köniz unterstützen

Schloss Köniz ist ein Ort, der verbindet – mit Geschichte und mit Wirkung. Damit er weiter wachsen kann, braucht es gemeinsames Engagement. Jede Zuwendung trägt dazu bei, dass dieser besondere Ort erhalten und weiterentwickelt werden kann.

Werden Sie Teil der Zukunft von Schloss Köniz und helfen Sie, sein gesamtes Potenzial zu entfalten.

Herzlichen Dank für ihre Unterstützung!

Spendenkonto

Stiftung Schloss Köniz
IBAN: CH09 0839 4045 7945 4750 9
Bank: EEK, Amthausgasse 14, 3001 Bern
Vermerk: Zukunft Schloss Köniz

Für eine Spendenbestätigung bitte Adresse angeben.
Kontakt: info@schloss-koeniz.ch

Haberhuus

Über die Baugeschichte des Haberhauses ist nur wenig bekannt, da bisher noch keine bauarchäologischen Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Es ist aber davon auszugehen, dass es als ältestes Gebäude des Wirtschaftshofs eine komplexe Baugeschichte birgt.

Erbaut wurde das Haberhaus im 14, Jahrhundert. Der langgestreckte, dreigeschossige Riegbau wird rückseitig durch die alte Ringmauer abgeschlossen. Den heutigen Bau prägen im Wesentlichen Umbauten der letzten drei Jahrhunderte. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Wirtschaftsgebäude erheblich verändert und 1724 – zeitgleich mit dem Bau des Kornhauses – erhielt es sein heutiges Dach. Sein äusseres Erscheinungsbild wurde bei den zwischen 1920 und 1940 ausgeführten Umbauten nach dem Vorbild des Heimatstils gestaltet.

Die sozialen Einrichtungen – die Heime und Anstalten – haben die Obergeschosse des Haberhauses für die Unterbringung ihrer Bewohnerinnen genutzt. Die kleinen Kammern in der linken Gebäudehälfte dienen heute der Musikschule Köniz als Unterrichtszimmer. Der rechte Gebäudeteil beherbergt in den Obergeschossen das Schulmuseum Bern. Das Erdgeschoss wird als Restaurant genutzt.

Chornhuus

Das stattliche Kornhaus, errichtet 1724, ersetzte einen kleineren Vorgängerbau. Es entstand im Zuge grösserer Umbauten, welche die Deutschritter in den Jahren vor dem Verkauf der Kommende an den Staat Bern 1729 vornahmen.

Die Nordfassade des dreigeschossigen Riegbaus beeindruckt mit einer doppelläufigen, dem Baukörper vorgelagerten und gedeckten Sandsteintreppe, die von einer turmartigen Lukarne bekrönt wird. Ein mächtiges Mansarddach mit Krüppelwalm bildet den Abschluss des elfachsigen, regelmässig befensterten Ökonomiegebäudes. Unter dem Dach erstreckt sich ein weiter, offener Raum, der den Blick auf den liegenden Dachstuhl freigibt.

Das erste Obergeschoss war ursprünglich nicht gegliedert. 1885 wurde der Westteil des Kornhauses zur Wohnung für den Pächter des Gutsbetriebes ausgebaut. Heute befinden sich im ersten Obergeschoss dieses teils die Büroräumlichkeiten des Vereins Kulturhof Schloss Köniz, im Erdgeschoss wird das ehemalige Esszimmer der Pächterfamilie als Zeremonie-Lokal genutzt, das gesamte Erdgeschoss im westteil wird regelmässig mit Ausstellungen bespielt. Im mittel- und ostteil des ökonomiebaus ist auf Erdgeschossniveau die ursprüngliche Halle noch sichtbar, der hohe Raum, der durch massive stützen in drei schiffe unterteilt ist, bietet im Mittelteil Platz für Veranstaltungen.

Rossstall

Der Rossstall folgte auf ein Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Beim Vorgängerbau, welcher um 1850 abgerissen wurde, handelte es sich vermutlich um einen Fachwerkbau mit Stallungen für Kleintiere. Der etwas kürzere und tiefere Rossstall wies eine einfache Raumeinteilung auf: entlang eines zentralen Futtergangs waren Stallungen mit je sechs Pferdeboxen angeordnet.

Im 20. Jahrhundert veränderten Betonanbauten und das Ersetzen von Backsteinmauern den Bau. 2008 übernahm der Verein Rossstall das Gebäude, das zuletzt nur noch als Lagerraum genutzt worden war, von der Einwohnergemeinde Köniz im Baurecht und sanierte es. Im Rahmen der Sanierung 2008/09 konnte dank archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen die Baugeschichte der abgebrochenen Ringmauer rekonstruiert werden. Denn der Rossstall war unmittelbar an die mittelalterliche Ringmauer gebaut worden, sodass mit der Rückfassade des Gebäudes ein Teilstück von ihr bis heute erhalten ist.

Der Rossstall ist heute Lokalität für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe.